Ausrüstungsleitfaden
Ausrüstungsleitfaden
Die Gruppe Vuozvolc stellt Bewohner einer Stadt aus dem Raum Mainz/Trier/Köln
der zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts dar.
Für die Darstellung benötigt jedes Mitglied der Gruppe eine Mindestausstattung, die je nach „Rolle“ erweitert werden kann.
Eine wichtige Vorüberlegung lautet: „Wer bewohnte in dieser Zeit eine Stadt?“
Knechte, Mägde, Arbeiter, Gesellen, Handwerker, Händler, Fernkaufleute, Bader, Wundärzte, Ärzte, Priester, Kleriker aus dem Umfeld der Bischofssitze, Angehörige verschiedenster Orden, landwirtschaftlich Tätige, Lehnsleute und/oder Bedienstete von Stadtherren…u.v.m.
Vielschichtig wie die Einwohnerschaft damals bieten sich verschiedene Darstellungen an, die sich allerdings bei uns auf das Umfeld der Handwerkerschaft oder etwas Gleichrangiges beschränkt. Die städtische Oberschicht reizt zwar, um die feine Ausstattung mal an der Person zu zeigen, ist aber nicht unser Gruppenziel. Ebenso ist der dreckverschmierte Bettler keine Option. Der für die Einwohner zuständige Priester bietet sich eher an als der Erzbischof.
Bei der Kleidung sollte bedacht werden, dass man außer der Alltagskleidung auch eine bessere Garnitur vorhalten kann (für Kirchgang o.ä.), aber für den Einstieg ist die Tageskleidung die wichtigere. Für die Belegbarkeit seiner Kleidung und Ausrüstung ist jede /jeder eigenverantwortlich.
Unabhängig von der persönlichen Einstellung ist „IN TIME“ in Glaubensdingen die römische Kirche in der damaligen Ausprägung für DarstellerInnen maßgeblich.
Für den Erwerb des Bürgerrechtes wird zur Zeit der Darstellung von den Städten ein gewisses Vermögen vorausgesetzt und auch der Waffendienst/Wachdienst verlangt (oder die Stellung eines ausgerüsteten Ersatzmannes). Unabhängig von diesen Vorüberlegungen ergeben sich als Mindestausstattungen:
Die Frauenbekleidung besteht aus:
Unterkleid und Kopftuch/Haube aus Leinen. Cotte und Strümpfe aus Wolle, Gürtel, wendegenähte Schuhe,
– optional Cappa / Umschlagtuch / Überkleid aus Wolle, Strohhut, Trippen.
Die zivile Kleidung für Männer setzt sich aus folgenden Dingen zusammen:
Bruche, Leibhemd und Bundhaube aus Leinen. Beinlinge und Cotte aus Wolle, wendegenähte Schuhe, Gürtel,
– optional: Woll-/Filz-/Strohhut, Cappa aus Wolle, Trippen.
Militärische Ausrüstung:
Für den städtisch geforderten Waffendienst (für Bürger) reicht auf unserer Gesellschaftsstufe der Dienst als Spießer oder Schütze. Wer noch einen Eisenhut hat ist halt etwas besser geschützt. (Optional sind Aketon/Gambeson, Schild, Dolch, Falchion, Kettenhaube.)
Weiterhin benötigt jedes Mitglied ein Mindestmaß an sonstiger Ausrüstung:
Essgeschirr bestehend aus Holzschale (gedrechselt oder Daube), Holzlöffel und Essmesser, Trinkbecher und Krug aus zeitlich passender Keramik, Sitzgelegenheit ( Hocker, Bank ). Ggf. Laterne/Talglampe, Strohsack, Zelt.
Schön ist es, wenn bei Gelegenheit mit Wassereimer, Sonnen-/Regensegel, Tisch, Holzaxt/-Beil oder Küchenutensilien ausgeholfen werden kann, damit alles nicht an einer Person hängen bleibt. Da lässt sich anfangs aber einiges aushelfen!
Unter dem Menü INFO finden sich weitergehende Angaben zur Frauen- und Männerkleidung.
Ein ausführlicher Ausrüstungsleitfaden mit Bildern und Variationsmöglichkeiten steht Mitgliedern und Anwärtern zur Verfügung.
Fragen hierzu bitte an:
orga(at)vuozvolc.de
Stand: 2026